Impuls
Der innere Kritiker und seine Antreiber

„Streng dich mehr an.“ „Sei perfekt.“ „Bloß keine Schwäche zeigen.“ Viele von uns tragen solche Sätze in sich, innere Antreiber, die einmal nützlich schienen und längst zu streng geworden sind.
Dieser innere Kritiker meint es oft gut: Er will dich schützen, antreiben, dazugehören lassen. Nur ist sein Ton hart, und sein Maßstab kennt kein Genug. Mit der Zeit verwechseln wir seine Stimme mit der Wahrheit über uns.
Den Ton verändern
Der erste Schritt ist, ihn zu erkennen: „Ah, das ist mein Antreiber, der gerade redet.“ Schon das schafft Abstand. Dann darfst du ihm freundlich widersprechen, nicht mit Härte, sondern mit Wirklichkeit: „Ich muss nicht perfekt sein, um zu genügen.“ Wie Carl Rogers es sagte: „Das seltsame Paradox ist, wenn ich mich annehme, wie ich bin, dann kann ich mich verändern.“
Du bist nicht dein innerer Kritiker. Du bist die oder der, die ihm zuhören, und antworten, darf.