Wissenswert
Was bei einer Panikattacke hilft

Eine Panikattacke fühlt sich bedrohlich an: Herzrasen, Enge, das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Sie ist sehr unangenehm, aber sie ist nicht gefährlich, und sie geht vorüber. Ein paar Dinge können dir im Moment helfen.
Jetzt: ankommen und atmen
Atme bewusst langsamer aus, als du einatmest, zum Beispiel vier Zählzeiten ein, sechs wieder aus. Stell beide Füße fest auf den Boden und spüre den Kontakt. Benenne fünf Dinge, die du siehst, vier, die du hörst, drei, die du fühlst. Solche Anker holen dich aus der Angstspirale zurück ins Hier und Jetzt.
Erinnere dich innerlich: „Das ist eine Panikattacke. Sie ist unangenehm, aber nicht gefährlich, und sie geht vorbei.“ Die Welle steigt, erreicht ihren Höhepunkt und ebbt wieder ab. Du musst nichts dagegen tun, außer sie vorüberziehen zu lassen.
Danach: dir Unterstützung holen
Wenn Panikattacken öfter auftreten, ist das ein guter Grund, dir Hilfe zu holen, sie sind gut behandelbar. Sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, lass mögliche körperliche Ursachen abklären und überlege eine therapeutische Begleitung.
Wichtig: Bei starken Brustschmerzen, Atemnot oder wenn du unsicher bist, ob es wirklich „nur“ eine Panikattacke ist, nimm es ernst und ruf im Zweifel den Notruf 112 oder deine Ärztin bzw. deinen Arzt an. In seelischen Krisen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr für dich da: 0800 111 0 111 (kostenfrei und anonym).