Therapieablauf

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Wissenswert

Therapieablauf

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Viele Menschen überlegen lange, bevor sie eine Therapie beginnen, oft, weil sie nicht genau wissen, was sie erwartet. Was passiert in der ersten Stunde? Wie lange dauert das Ganze? Muss ich alles von mir erzählen? Hier bekommst du einen verständlichen Überblick, wie eine ambulante Psychotherapie bei mir abläuft.

1 · Kontakt & Erstgespräch

Der erste Schritt ist oft der schwerste, und zugleich der wichtigste: Du meldest dich, per Telefon oder E-Mail, und wir vereinbaren ein erstes Gespräch. Darin schilderst du, was dich gerade belastet; wir klären, ob eine Therapie sinnvoll ist und ob wir miteinander arbeiten möchten, denn Vertrauen ist entscheidend. Vorbereiten musst du nichts: Es geht nicht ums „perfekte Erzählen“, sondern einfach darum, da zu sein, so wie du bist.

2 · Probatorische Sitzungen

In der Regel folgen zwei bis vier sogenannte probatorische Sitzungen. Sie vertiefen dein Anliegen, dienen einer ersten diagnostischen Einschätzung und der Frage, ob die therapeutische Beziehung stimmig ist. Auch gesetzlich Versicherte brauchen diese Phase, denn im Anschluss wird der Antrag auf Kostenübernahme gestellt, dabei unterstütze ich dich.

3 · Die eigentliche Therapie

Ist die Zusammenarbeit beschlossen und die Kostenfrage geklärt, beginnt die Therapie, meist einmal wöchentlich, 50 Minuten. Dauer und Frequenz richten sich nach deinem Anliegen; es gibt Kurzzeit- und Langzeittherapien. Wir bearbeiten deine Themen, erkennen und hinterfragen Muster, entwickeln neue Perspektiven und stärken deine Ressourcen und Selbstfürsorge. Dabei kommen Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie, der Schematherapie und weiterer erprobter Verfahren zum Einsatz, angepasst an dein Tempo und deine Geschichte.

4 · Zwischenbilanz

Immer wieder halten wir inne und fragen: Was hat sich verändert? Was bewährt sich? Wo braucht es noch Unterstützung? So bleibt die Therapie lebendig und auf dich zugeschnitten.

5 · Abschluss & Ausblick

Zum Ende blicken wir zurück auf deinen Weg, festigen deine Erkenntnisse und Fähigkeiten und schauen, wie du mit schwierigen Situationen oder möglichen Rückfällen umgehen kannst, hin zu einem gestärkten Blick nach vorn. Manche beenden die Therapie mit einem klaren Abschied, andere kommen in größeren Abständen zu Auffrischungssitzungen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Therapie? Je nach Anliegen, von rund 12 Sitzungen (Kurzzeit) bis zu 80 (Langzeit). Muss ich über alles sprechen? Nein. Du bestimmst, was du teilst und wann; es gibt kein „Zwangs-Auspacken“. Und wenn es einmal stockt? Auch das gehört dazu, manchmal sind gerade die ruhigen Phasen besonders wichtig, und wir schauen gemeinsam, was sie bedeuten.

Psychotherapie ist kein starrer Ablauf, sondern ein gemeinsamer Prozess mit Struktur und Herz. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur letzten Sitzung wirst du begleitet, nicht geführt. Der erste Schritt ist oft der schwerste, aber er kann der Anfang von etwas Gutem sein.

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